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ABENTEUER

IN

WORMS

    

 

 

Für Eltern, Lehrer und besonders für die Platzkinder sind unsere pädagogischen Mitarbeiter:

Frau Susi Arnold (Jugend- u. Heimerzieherin, Therapiebegleit-hundeführerin und Erlebnispädagogin)

Herr Marcus Minor (hauptamtl. Erzieher der Einrichtung, Systemischer Therapeut und Berater, Ropes Course Trainer, Kletterbetreuer DAV)

und Frau Marina Müller (Erzieherin im Anerkennungsjahr) jederzeit Ansprechpartner, Helfer und Initiatoren vor Ort.

 

 

 

 

 

 

 

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Konzept

 

Wilde Jungs, Foto R. LehrWilde Jungs, Foto R. Lehr

 

Der Abenteuerspielplatz in Neuhausen zeichnet sich im Unterschied zu anderen Spielplatztypen vor allem darin aus, dass er pädagogisch betreut wird. In seinem Aussehen und in den Spielmaterialien kann er von den besuchenden Kindern und Heranwachsenden durch die unterschiedlichsten Materialien, Werkzeuge und Geräte aller Art, selbst verändert und gestaltet werden. Hinzu kommen alle Aktivitäten mit den Elementen Erde, Wasser und Feuer. Auf unserem Platz gehört der Umgang mit Eseln, Schafen, Pflanzen und Garten zum Erlebnisraum Natur. Fester Bestandteil des Platzes ist das Spielhaus, das als Werkzeuglager und Raum für Tätigkeiten - wie Spielen, Werken, Gestalten, Feiern, Treffen usw. dient.

 

Die Bedeutung des ASP geht über den eigentlichen Platz und seine Möglichkeiten hinaus. Es handelt sich um eine pädagogische Konzeption, deren Leistung sowohl in kompensatorischer Erziehung besteht, als auch in einer Form der komplementären Erziehung, die sich in der Erzeugung eines pädagogischen Komplementärmilieus zu der familiären Sozialisation und den negativen Umwelteinflüssen äußert.

 

Deswegen orientiert sich unser pädagogisches Konzept am Wertaxiom der freien Entfaltung des Menschen. Wir verfolgen es, da die Kinder und Jugendliche aus dem Einzugsgebiet des ASP (Neuhausen-West, Worms-Nord) durch die gegebenen Lebens- und Wohnverhältnisse eine belastete und begrenzte Sozialisation erfahren, die die Respektierung ihrer Bedürfnisse nur gering zulässt. Indirekte Folgen mit verschiedenen Frustrationserscheinungen, wie: Unzufriedenheit, Störungen des Selbstvertrauens, Angst, Konflikte, Tendenzen zum Widerstand, Aggressivität, Kriminalität und Drogenmissbrauch gilt es abzuwenden.

 

Für eine Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wie den Abenteuerspielplatz ist die Lage und Stadtteilbezogenheit von großer Bedeutung.

 

Seit Bestand des Platzes, also in mehr als vier Jahrzehnten, sind die Problemlagen der Familien im Einzugsgebiet vielfältig. Eine große Zahl der Familien lebt in engen Wohnungen, Eltern arbeiten im Schichtdienst, Kinder leben mit nur einem Elternteil, sind in ihrer Teilhabe z.B. durch Hartz IV eingeschränkt und haben Flucht- oder andere Gewalterfahrungen. In Neuhausen und im umliegenden Gebiet entstammen die Kinder ca. 20 Nationalitäten oder Volksgruppen.

 

Direkte Folgen aus den Anpassungsforderungen sind die Hemmungen der Entwicklung von Lernbereitschaft, Neugierverhalten und intellektueller Funktion, der Kreativität, Produktivität und der Urteilsfähigkeit. Eine weitere Folgetendenz ist die Neigung zum Konformismus mit der Übernahme von Vorurteilen, ein geringer Einblick in gesellschaftliche Vorgänge und daraus resultierend eine geringe Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung. Das Hauptziel der gesamten Spielplatzpädagogik besteht also darin, Verhaltensweisen und Haltungen, die im Verlaufe der Sozialisation mangels entwicklungsfördernder Lebensverhältnisse bisher nicht zur Entfaltung gelangt sind, zu entdecken und zu fördern.

 

Das pädagogische Konzept hat zur Leitlinie die elementare Bedürfnisbefriedigung und die Förderung unentwickelter Verhaltensweisen, selbstbestimmter Aktivität und selbstinitiierter Lernprozesse und insbesondere die Förderung aktiver Aneignung von Umwelt, eigenständigem Gruppenverhalten und Eigeninitiative.

 

Dieser Lebensbereich, in Form des Erlebens auf dem ASP, besteht für Kinder neben der Familie und Schule. Die freie Zeit auf dem ASP ist wichtiger dritter Sozialisationsträger. Denn auf dem ASP soll Erziehung im Lernen voneinander, welches durch Offenheit ermöglicht wird, entwickelt werden. Die Sozialpädagogen und Erzieher übernehmen dabei die Rollen der Arrangeure, Initiatoren und Katalysatoren, aber auch die der direkten, verbindlichen Bezugsperson.

 

Wir achten die Gleichberechtigung zwischen den Menschen, gleich welchen Geschlechts, Alters, Herkunft oder Religionszugehörigkeit. Mädchen sind in der Gesellschaft und in diversen Altersgruppen als Nutzerinnen der Einrichtung eine zahlenmäßig starke, aber oft noch benachteiligte Gruppe. Wir engagieren uns kontinuierlich in Mädchen- und Müttergruppen, weisen, falls notwendig, Frei- und Spielraum auf dem Platz aus. Stetig wird die Programmgestaltung, bauliche Vorhaben und die Angebotsstruktur mit den Besucher/innen besprochen, analysiert und bedürfnisgerecht ausgerichtet. 

 

Die Alltagstätigkeit des Kindes

- neben der Schule - ist automatisch das Spielen, es wird als natürliche Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt betrachtet, das Kind trägt in sich verschiedenartigste Motivationen für seine Spieltätigkeit, die es gemäß seiner Entwicklung und seinen Bedürfnissen selbst gestaltet. Damit es diese entwickeln kann, bedarf es einer ausgewogenen und guten Spielumwelt, die sich kinderorientiert verhält. Vielfältigste Spielmaterialien und das Angebot eines "pädagogisch betreuten" Aktivspielplatzes bilden einen hervorragenden Freiraum für die positive Entwicklung. So soll im Spiel die kindliche Persönlichkeit zur freien Entfaltung kommen und durch die Spielformen die körperliche, emotionale, kognitive und soziale Entwicklung und Reifung des jungen Menschen bewirken.

 

Wir sehen Spielen als ein entscheidendes Wesensmerkmal des Menschseins und des Zusammenlebens in einer Gesellschaft. Deshalb muss dem Spiel, und besonders dem Kinderspiel, ein großer vielfältiger Freiraum im Lebensalltag eingeräumt werden, um so der sozialen Benachteiligung entgegen zu wirken. In 40 Jahren ist das Platzangebot gereift, aus dem anfänglich reinen Budenbau und Freispiel sind verschiedene "Altersorte" auf dem Platz entstanden, ein geschützter Kleinkindbereich mit Nestschaukel und Matschzone, dazu Tunnelrutsche, Gartenanlage, Großtrampolin, Seilbahn und Ballspielfeld. Alleinstellungsmerkmal ist der angelegte Kletterbereich am Haus und der große Kletterbereich zwischen den Buden, Bauwagen und Seilbahn. Verschiedene Kletterrouten und Hochseilelemente sind eingebaut, am acht Meter hohen Robiniengerüst ist die Nutzung als Boulderanlage in Kombination mit dem Fallschutzkies möglich. Die Kinder und Jugendlichen erproben sich unter Anleitung und Aufsicht eines qualifizierten Mitarbeiters. Es besteht die Möglichkeit DAV-Kletterscheine zu erlangen.

 

Der Abenteuerspielplatz ist Kooperationspartner für den Waldorfkindergarten, diverse Tagesgruppen, Arbeitspartner des Stadtjugendrings Worms, der Bewährungs- und Jugendgerichtshilfe, arbeitet vernetzt in der Suchtprävention und Inklusion. Nicht zuletzt sind die pädagogischen Mitarbeiter/innen immer mit mindestens einem Ohr bei den Kindern und Eltern, die den Platz beleben und nutzen. Der Verein Abenteuerspielplatz lebt und fördert offene Integration von Anbeginn der aktiven Spielplatzarbeit. Hier hat jedes Kind (kosten)freien Zugang, ungeachtet seiner Herkunftsfamilie oder sozialen Status, wir fühlen uns der aktiven Teilhabe verpflichtet, leisten unbürokratische Integrationshilfe im Kleinen für die Kleinsten.

Kriterium für die Bewährung und Tauglichkeit einer solchen Einrichtung ist, dass sie den kindlichen und jugendlichen Bedürfnissen nach Spiel- und Entfaltungsmöglichkeiten, Bewegung und sozialen Kontakten entspricht.

Zum Profil des Abenteuerspielplatzes gehört seit einigen Jahren die Kooperationsarbeit mit unterschiedlichen Schulen. Die Projekte im außerschulischen Bereich gehen weit über die reine Betreuung hinaus und fördern neue Gruppen- und Selbsterfahrungen. Meist einmal jährlich können wir ein medienpädagogisches Projekt unter Zuhilfenahme versierter Partner durchführen, für eine kontinuierliche Arbeit mit und an Medien fehlen uns derzeitig die notwendigen Mittel und Ausstattungen.

 

 

© 1973 - 2016 Abenteuerspielplatz Worms-Neuhausen e.V. Doris Meyer-Kamprad, Dr. Beatrice Hofmann, Marcus Minor, Petra-Marlene Gölz

 

 

Abenteuerspielplatz Worms-Neuhausen e.V.

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